TOM wurde notwendig, nachdem es in den letzten Jahren für Patienten und Eltern nicht mehr möglich war, einen kompetenten Kieferorthopäden anhand seines Titels auszuwählen.

Wie kam es dazu?

Um sich gegenüber kieferorthopädisch unqualifizierten Zahnärzten abzugrenzen und den Patienten / Eltern den Zugang zu gut ausgebildeten Kieferorthopäden zu erleichtern, wurde vor bald 40 Jahren der Fachtitel «Kieferorthopäde SSO» eingeführt. Mit den zahnärztlichen Instituten der vier Universitäten der Schweiz wurde eine koordinierte und qualitativ sehr hoch stehende 4 jährige Ausbildung in Kieferorthopädie organisiert.

Den Titel «Kieferorthopäde SSO» konnte nur erhalten, wer folgende Bedingungen erfüllte:

  • Abgeschlossenes Studium der Zahnmedizin in der Schweiz (Staatsexamen) oder gleichwertige, von der Eidgenossenschaft anerkannte Ausbildung.
  • Mit der Dissertation erlangter Doktortitel.
  • Ein Jahr Weiterbildung in Zahnmedizin (Praxis, Schulzahnpflege oder Universität).
  • Drei Jahre Spezialisierung (zu 100%) an einem der zahnärztlichen Institute der Schweiz.
  • Abgabe von 10 selber behandelten Fällen aus diesen 3 Jahren, sauber dokumentiert und beschrieben, welche von einer Expertenkommission der SGK (Schweizerische Gesellschaft für Kieferorthopädie) kritisch überprüft und gewertet wurden.
  • Mitgliedschaft der Schweizerischen Zahnärztegesellschaft (SSO) und der Schweizerischen Gesellschaft für Kieferorthopädie (SGK).

Der SSO-Spezialist war gleichzeitig Vertrauenszahnarzt für die IV (Invalidenversicherung) und machte für diese Abklärungen und Behandlungen.

Mit weiteren Vorteilen (besserer Tarif oder ähnliches) konnte der Spezialist von Seiten der Gesetzgebung nicht rechnen. Er hatte aber aufgrund des generell guten Rufes der SSO-Spezialisten immer einen, wegen dessen Ausbildung berechtigten, Vorteil gegenüber nicht spezialisierten Kollegen.

Die Schweizer Kieferorthopäden wurden bis vor kurzer Zeit von den ausländischen Kollegen um diese Instrumente (geregelte Ausbildung auf sehr hohem Niveau, mögliche Spezialisierung mit anerkanntem und geschütztem Titel) sehr benieden und waren auch stolz auf die, mit viel Aufwand erfolgreich abgeschlossene, zusätzliche Ausbildung.

Durch die bilateralen Verträge mit der EU wurde der Titel «Kieferorthopäde SSO» in der Eidgenossenschaft abgeschafft und durch den Titel «Fachzahnarzt Kieferorthopädie» ersetzt. Durch ein in Klammern dahinter stehendes Landeszeichen (D für Deutschland, CH für die Schweiz...) kann der Patient noch erfahren, wo die Ausbildung erfolgte. Grundlagen, wie die Ausbildung aussehen muss, gibt es aber nur in der Schweiz (!).

Für Eltern von Kindern / Jugendlichen, welche eine Korrektur benötigen, aber auch für Erwachsene welche von den modernen Möglichkeiten der Kieferorthopädie profitieren möchten, ist die Suche nach einem wirklich gut ausgebildeten Fachzahnarzt nahezu unmöglich:

  • Noch heute gibt es Zahnärzte, die ihre Praxis mit «Kieferorthopäde Mitglied SSO» anschreiben, was aber nur bedeutet, dass dieser Kollege sich selber Kieferorthopäde (eine ungeschützte Bezeichnung) nennt, und dass er Mitglied der SSO ist. Nur der «Kieferorthopäde SSO» war geschützt.
  • Fachzahnarzttitel wurden von den Behörden zahlreich und unqualifiziert an «Kollegen» abgegeben, welche nie eine anerkannte Ausbildung absolviert haben! 
  • Die 90-Tage-Regel erlaubt es Zahnärzten aus dem Ausland, 90 Tage pro Jahr in der Schweiz zu arbeiten, ohne eine eidgenössische Praxisausübungsbewilligung zu haben. Das führt dazu, dass sich solche Zahnärzte bei ansässigen Kollegen einmieten oder anstellen lassen. Eine Kontrolle über Qualität und Ausbildung besteht überhaupt nicht, ein kompetenter und zeitgerechter Notfalldienst ist kaum garantiert...

TOM hat sich vorgenommen, Ihnen als interessierte Kundin /  als interessierter Kunde, diejenigen Kollegen aufzuzeigen, welche die Bedingungen der Schweizer Ausbildung (oder gleichwertig!), sowie die zusätzlichen, für TOM spezifischen Bedingungen (Seite: Vereinigung) erfüllen.

Weil TOM die Messlatte sehr hoch ansetzt, und weil die Kriterien periodisch überprüft werden (Rezertifizierung), können Sie den TOM Kieferorthopädinnen und TOM Kieferorthopäden vertrauen.